Archiv für Januar 2012

Die tollkühnen Männer in ihren „fliegenden“ Kisten

Wer kennt sie nicht? Legendäre Filme, in denen neben dem Helden auf zwei Beinen immer auch  außergewöhnliche Fahrzeuge eine wichtige Rolle spielen. Mal ganz abgesehen vom welt- berühmten Renn-Käfer Herbie, haben bei Porsche, Ferrari oder Lamborghini die meisten von uns schon einmal davon geträumt, hinter dem Steuer eines solchen Rennboliden ein paar Runden über einen Rennkurs zu drehen. Umso mehr, wenn wir wieder einmal einen dieser alten Rennfahrer- filme ansehen, in denen tollkühne Männer in ihren „fliegenden“ Kisten alles geben. ;-)

Bestes Beispiel dafür ist Steve McQueen, der sich 1970 als Rennfahrer Michael Delaney in seinem Porsche 917 beim 24-Stunden-Rennen in „Le Mans“ ein erbittertes Duell mit seinem deutschen Rivalen Erich Stahler, gespielt von Siegfried Rauch, im Ferrari 512S liefert.

McQueen, selbst begeisterter Amateurrennfahrer, der unter anderem beim 12-Stunden-Rennen auf dem Sebring International Raceway in Florida 1970 beim Lauf zur Sportwagenweltmeister- schaft einen sensationellen zweiten Platz errang, wollte ursprünglich zusammen mit Jackie Stewart selbst auf einem Porsche 917 am 24-Stunden-Rennen in Le Mans teilnehmen, was ihm allerdings verwehrt wurde. Grund genug für Steve McQueen, einen Film daraus zu machen, in dem er selbst nicht nur als  Hauptdarsteller, sondern auch als Co-Produzent wirkte. Auch wenn der Film heute als ein Meilenstein im Genre des Rennsportfilms gilt, blieb der wirtschaftliche Erfolg aus. Aber was bedeutet schon Geld im Hinblick auf die Leidenschaft am Steuer solcher Traumautos.

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Übrigens: Das tatsächliche 24-Stunden-Rennen von 1970 wurde, anders als im Film, nicht von dem Zweikampf zwischen Ferrari und Porsche dominiert, sondern vom Duell der Porsche-Teams Gulf-Wyer-Porsche und Porsche Salzburg, welches letzteres mit dem Sieg von Hans Herrmann und Richard Attwood für sich entschied. Das Duell Porsche 917 K gegen Ferrari 512S gab es so nicht, da der 1970 genutzte 512S dem 917 deutlich unterlegen war.

Foto: Porsche

Foto: Porsche

Für all jene, denen es alleine beim Zuschauen in Ihren Beinen juckt und die gerne selbst einmal Gas geben und die Kraft eines solchen Motors spüren wollen, haben wir eine Lösung: Sportscars aller namhaften Hersteller im direkten Zugriff. Zum Leihen, Losfahren und Spaß haben. Muss ja nicht gleich ein Film  daraus werden ;-)

Vorschau auf Teil 2

Noch vor Le Mans, der nach über einem Jahr Produktionszeit erst im Oktober 1971 präsentierte werden konnte, sorgten Paul Newman und Robert Wagner bereits 1969 in „Indianapolis“ für Renn-Furore und Amore. Dazu mehr im Teil 2 unserer Blog-Serie „Legendäre Autos in grandiosen Filmen“.

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